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Dr. Quast M.Sc.

Zahnarzt Kiel

Praxis für Zahnheilkunde | Dr. Christoph Quast
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Wie entstehen Zahnbelag und Zahnstein?

Zahnbelag (Plaque) besteht nicht aus Nahrungsresten, sondern vor allem aus einem bakteriellen Film. Dieser weicher Belag bildet sich ständig neu. Wird er nicht täglich durch gründliches Zähneputzen und ergänzend durch professionelle Zahnreinigungen entfernt, lagern sich Mineralien aus dem Speichel in ihm ab und es entsteht Zahnstein. Man spricht auch von verkalktem Zahnbelag.

So entstehen Zahnbelag und Zahnstein:

1. Abgelöste Mundschleimhautzellen und Nahrungsbestandteile aus dem Speichel bilden eine dünne Schicht auf den Zahnoberflächen. Sie alleine schädigt die Zähne nicht.

2. In dieser Schicht siedeln sich Mundbakterien an. Sie sind sehr gut an die Bedingungen der Mundhöhle angepasst und verhindern durch die Anhaftung an den Zähnen, dass sie mit dem Speichel weggespült werden.

3. Wird diese Schicht nicht entfernt, kommen immer mehr Bakterien hinzu, die eine komplizierte Struktur aus verschiedenen Bakterienlagen bilden – einen so genannten Biofilm. Er ist schleimig und gegenüber Einflüssen von außen gut geschützt.

Mundspüllösungen beispielsweise können ihm nichts anhaben. Dabei werden lediglich die Bakterien der obersten Schicht entfernt. Ein Verlust, den die darunterliegenden Bakterien problemlos innerhalb kurzer Zeit wieder ausgleichen.

4. Alleine die mechanische Entfernung, also gründliches Zähneputzen und die Verwendung von Zahnseide, kann den bakteriellen Belag beseitigen. Allerdings finden sich Zahnbeläge auch bei sehr guter Zahnpflege in versteckten Winkeln („Schmutznischen“), die mit häuslicher Zahnpflege nicht zu erreichen sind.

5. Ein hohes Nahrungsangebot, d.h. viel Zucker und andere einfache Kohlehydrate, begünstigt vor allem die Kariesbakterien. Sie nutzen den Zucker für ihre Energieproduktion und scheiden dabei Säure aus, der den Zahnschmelz angreift: Es besteht Kariesgefahr!

6. Wird dieser (weiche) Belag nicht gründlich entfernt, nimmt er im Laufe der Zeit Mineralstoffe aus dem Speichel auf. Dadurch verhärtet er – es entsteht Zahnstein. Vor allem in der Nähe der Speicheldrüsen, z. B. an der Innenseite der unteren Schneidezähne oder im Oberkiefer zwischen dem ersten und zweiten Backenzahn bildet er sich bevorzugt.

7. Zahnstein lässt sich im Gegensatz zum weichen Zahnbelag (Biofilm) nicht mehr mit der Zahnbürste entfernen. Zudem ist er rauer als die gesunde Zahnoberfläche oder Füllungen und Zahnersatz: An ihm kann weiterer weicher Zahnbelag besonders gut anhaften.

8. Bei der professionellen Zahnreinigung werden sowohl Zahnstein, als auch Zahnbeläge entfernt – ein effektives Mittel gegen Karies und Parodontitis!

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